KI im Sachverständigenbüro

Dr. Martin Müller • 11. Februar 2026

 Schnellere Gutachten - höhere Evidenz - mehr Akzeptanz bei Behörden


Seit 2024 nutze ich als einer der ersten Sachverständigen für Lebensmittel und Nahrungsergänzungsmittel in Deutschland systematisch KI‑gestützte Analyse- und Recherchesysteme – allerdings nicht als Black Box, sondern transparent, nachvollziehbar dokumentiert und strikt im Rahmen der geltenden Rechtsordnung. Im Mittelpunkt stehen für mich die EU‑KI‑Verordnung (AI Act), das Datenschutzrecht – insbesondere die DSGVO – sowie die Anforderungen der Zivilprozessordnung (ZPO); sämtliche Auswertungen erfolgen stets unter meiner persönlichen fachlichen Verantwortung.​


Warum KI in meinen Gutachten?


KI‑gestützte Systeme können in kurzer Zeit große Datenmengen aus Rechtsquellen, wissenschaftlicher Literatur und behördlichen Dokumenten strukturieren und voranalysieren. Dadurch lassen sich komplexe lebensmittelrechtliche Fragestellungen schneller eingrenzen und Bewertungsspielräume klarer herausarbeiten. Für meine Auftraggeber bedeutet das: häufig verkürzte Bearbeitungszeiten und zugleich eine höhere Evidenzdichte in den Gutachten, zum Beispiel durch systematisch dokumentierte Fundstellen und konsistente Argumentationsketten.


Ein praktisches Beispiel: Bei der Bewertung der Verkehrsfähigkeit eines Nahrungsergänzungsmittels können relevante Verordnungen, Leitlinien, Stellungnahmen europäischer Behörden und Fachliteratur schneller identifiziert, geordnet und in die gutachterliche Bewertung integriert werden. Die eigentliche rechtliche und fachliche Bewertung bleibt dabei stets eine persönliche Expertenentscheidung und wird nicht an die KI „delegiert“.


Rechtssicherheit: AI Act, DSGVO und ZPO im Blick


Der Einsatz KI‑gestützter Werkzeuge in einem sensiblen Bereich wie dem Sachverständigenwesen erfordert besondere Sorgfalt. Deshalb achte ich darauf, dass sämtliche eingesetzten Systeme und Arbeitsabläufe mit der EU‑KI‑Verordnung (AI Act) vereinbar sind – insbesondere hinsichtlich Transparenz, Nachvollziehbarkeit und Risikomanagement. Ebenso wichtig ist der datenschutzkonforme Umgang mit Mandantendaten nach DSGVO, z.B. durch gezielte Pseudonymisierung, Minimierung der übermittelten Daten und die Nutzung geeigneter technischer und organisatorischer Maßnahmen.


Auch die Zivilprozessordnung stellt klare Anforderungen an die Nachvollziehbarkeit und Überprüfbarkeit von Gutachten. Hier schafft die KI‑gestützte Arbeitsweise einen Vorteil: Rechercheschritte, Quellen und Zwischenergebnisse können strukturiert dokumentiert und bei Bedarf offengelegt werden, sodass Gerichte und Behörden den Weg zur gutachterlichen Schlussfolgerung besser nachvollziehen können.


Mehr Evidenz, höhere Akzeptanz bei Gerichten und Behörden


Durch die Kombination aus klassischer sachverständiger Tätigkeit und KI‑gestützter Recherche lassen sich Argumente breiter abstützen, etwa durch:

  • systematische Auswertung relevanter Rechtsnormen und Leitlinien,
  • gezielte Einbindung wissenschaftlicher Publikationen und Stellungnahmen von Fachgremien,
  • konsistente Dokumentation der Herleitung einzelner Bewertungsschritte.


Diese erhöhte Evidenzdichte erleichtert in vielen Fällen die Kommunikation mit Behörden und Gerichten. Gutachten werden nicht nur „richtiger“, sondern vor allem transparenter und damit nachvollziehbarer, was die Akzeptanz der Ergebnisse deutlich steigern kann.


Regulatory Quick Check: schneller Einstieg in komplexe Anforderungen


Mit meinem Regulatory Quick Check biete ich Herstellern, Importeuren, Händlern und Start‑ups ein strukturiertes, kompaktes Format, um erste Klarheit über die wesentlichen regulatorischen Anforderungen für ein geplantes Produkt zu gewinnen. Ziel ist es, frühzeitig zu erkennen, welche rechtlichen Fragestellungen im Hinblick auf Lebensmittel‑, Zusatzstoff‑, Health‑Claims‑ oder verwandtes Produktrecht besonders relevant sind.


Die KI‑gestützte Analyse unterstützt dabei, relevante Normen und behördliche Orientierungshilfen schneller zu identifizieren und im Kontext Ihres konkreten Produktes einzuordnen. So erhalten Sie eine evidenzbasierte Grundlage für die Entscheidung, welche nächsten Schritte – etwa ein ausführliches Gutachten, eine Etikettenprüfung oder die Anpassung der Produktkonzeption – sinnvoll sind.


KI‑Services: maßgeschneiderte Unterstützung für Ihr Projekt


Unter dem Stichwort KI‑Services bündele ich verschiedene Angebote, bei denen KI‑gestützte Werkzeuge gezielt in gutachterliche und beratende Prozesse integriert werden. Dazu gehören beispielsweise:

  • strukturierte Literatur‑ und Normenrecherchen zu speziellen Fragestellungen,
  • Voranalysen zu neuen oder grenzwertigen Produktkonzepten,
  • Unterstützung bei der Argumentationsaufbereitung gegenüber Behörden oder Geschäftspartnern.​


Wichtig ist mir dabei: KI ist immer Werkzeug, nie Entscheider. Jede Auswertung wird von mir fachlich geprüft, eingeordnet und mit meiner persönlichen Unterschrift verantwortet. So verbinden Sie die Effizienz moderner KI‑Systeme mit der Erfahrung eines seit 2004 tätigen, unabhängigen Sachverständigen für Lebensmittel, Nahrungsergänzungsmittel und Verbraucherprodukte.


Wenn Sie planen, ein neues Produkt in Verkehr zu bringen oder ein bestehendes Sortiment rechtssicher und zugleich innovativ weiterzuentwickeln, unterstütze ich Sie gerne – vom schnellen Regulatory Quick Check bis zum ausführlichen, KI‑gestützt erarbeiteten Sachverständigengutachten.


von Dr. Martin Müller 12. Februar 2026
Warum sich ein FSMP-Projekt jetzt besonders lohnt  und mit KI schnell umgesetzt werden kann
von Dr. Martin Müller 1. Januar 2026
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kunden, das Jahr 2025 wird mir in besonderer Erinnerung bleiben – die Zeit verging wie im Flug, erfüllt von vielen Projekten und Aufgaben – auch im privaten Bereich – die meine volle Aufmerksamkeit forderten. Für Blog-Artikel oder Aktivitäten in den sozialen Medien blieb keine Zeit. Ich hätte natürlich mit Hilfe von künstlicher Intelligenz problemlos Beiträge schreiben können – aber das wollte ich nicht. Ich will die tägliche Informationsflut nicht verstärken, sondern nur Wissen teilen, das wirklich relevant ist. Und dies führt mich zum ersten bestimmenden Thema des vergangenen Jahres. Künstliche Intelligenz Das Thema KI hat uns durch das gesamte Jahr begleitet. Wir haben ein neues KI-gestütztes Arbeitssystem in Betrieb genommen, das die Sachverhaltsanalyse und Datenaufbereitung qualitativ auf eine neue Ebene stellt. Die Leistungsfähigkeit dieser KI-Tools ist mittlerweile beeindruckend – man kann sie tatsächlich als Hilfskraft für einen Sachverständigen einsetzen. Doch entscheidend bleibt der Mensch: vor der maschinellen Datenaufbereitung, bei ihrer Steuerung und vor allem danach, bei der kritischen Würdigung und der fachlichen Bewertung der Rechercheergebnisse. Die menschliche Expertise ist und bleibt auch in Zukunft das Fundament und zentrale Element meiner Gutachten. Mit der KI erreiche ich aber eine neue Qualität in meinen sachverständigen Stellungnahmen, besonders in der Argumentation gegenüber Behörden und vor Gericht. Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke Das zweite bestimmende Thema des vergangenen Jahres war die Entwicklung einer neuen Strategie für Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke (ergänzend bilanzierten Diäten), die die aktuelle regulatorische Situation berücksichtigt und die daraus resultierenden Probleme löst. Diese Strategie haben wir erstmals erfolgreich umgesetzt, und ich freue mich auf die weiteren Projekte, die sich daraus für 2026 ergeben werden. Marktentwicklung Nach wie vor beschäftigen uns viele Abmahnungen. Es gibt viele Streitigkeiten im Markt, vielleicht eine Folge der schwierigen wirtschaftlichen Lage. Marktteilnehmer kämpfen um einen aus deren Sicht kleiner werdenden Kuchen. Das verstehe ich aber nicht wirklich, denn die Zahlen sprechen eine andere Sprache: Der Umsatz mit Nahrungsergänzungsmitteln stieg in den vergangenen Jahren kontinuierlich und soll nach Hochrechnungen im kommenden Jahr in Deutschland etwa 2 Milliarden Euro erreichen. Nahrungsergänzungsmittel sind wichtig – wirtschaftlich und gesundheitlich. Eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung mit allen erforderlichen Mikronährstoffen wird immer schwieriger – nicht nur für Senioren, sondern auch für Berufstätige, Sportler und Menschen mit besonderen Ernährungsanforderungen. Dieser wachsende Markt bietet Raum für innovative, qualitativ hochwertige Lösungen. Darauf sollten wir uns alle konzentrieren. Ausblick auf 2026 Für das kommende Jahr wünsche ich mir – und meinen Kunden – eine Rückbesinnung auf das, was zählt: kreative Problemlösung, innovative Produktentwicklung und das Vertrauen, dass es in einem wachsenden Markt für alle Platz gibt. KI-Tools sind ein gutes neues Werkzeug, aber kein Ersatz für Fachkompetenz und Verantwortung. Für 2026 wünsche ich Ihnen und Ihren Familien vor allem eines: Gesundheit, um die Chancen nutzen und Ihre Ziele erreichen zu können. Ein glückliches neues Jahr wünscht Ihnen, mit den besten Grüßen, Dr. Martin Müller
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Ein neues Urteil macht mich sehr nachdenklich.
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